Als strategische Bindeglieder zwischen Produktion und Handel sorgen Broker dafür, dass Warenströme nicht nur fließen, sondern auch die hohen Qualitätsansprüche innerhalb der Vermarktungskette erfüllen.
Ihre besondere Rolle im QS-System besteht darin, dass sie als Eigentümer, Importeure oder Vermarkter agieren, ohne dabei in physischen Kontakt mit der Ware zu kommen. Während ein Schlachtbetrieb die Fleischqualität direkt vor Ort prüfen kann, muss der Broker die Einhaltung von Spezifikationen sowie die Produktkonformität über seine internen Prozesse nachweisen.
Für Broker, die Produkte importieren oder als sogenannte Private Labeler in Verkehr bringen, ergeben sich besondere rechtliche Konstellationen: Sie tragen grundsätzlich die rechtliche Verantwortung für die Sicherheit und Legalität der Produkte. Dies gilt in besonderem Maße für die Haftung im Fall von Schäden durch fehlerhafte Produkte.
Matthias Schlüter, Leiter Qualitätsmanagement bei der Friland Deutschland GmbH, definiert diese Aufgabe für sein Unternehmen klar: „Als QS-Broker sichern wir Qualität, Rückverfolgbarkeit und Regelkonformität unserer QS-zertifizierten Bio-Fleisch-Rohware entlang der gesamten Lieferkette.
Unsere Rolle ist es, die verschiedenen Stufen transparent, verlässlich und praxisnah miteinander zu verbinden.“ Dies betrifft insbesondere die Sicherstellung der Produktsicherheit und Produktlegalität, das Lieferantenmanagement und die spezifischen Anforderungen an Broker für Eigen- und Handelsmarken sowie an Importeure.
