Einer der ersten teilnehmenden Landwirte ist Torben Pedersen aus Ejstrupholm in Mitteljütland, Dänemark. Seit fast 40 Jahren bewirtschaftet er seinen Hof und liefert jährlich rund 3.000 Bio‑Mastschweine an Friland. Die Natur rund um seinen Betrieb liegt ihm seit jeher am Herzen.
„Friland hat mich angesprochen und einen Besuch angeboten – und ich fand es spannend, mehr über die Möglichkeiten zu erfahren“, erzählt er.
Individuelle Analyse und klare Handlungsempfehlungen
Das Ergebnis des Besuchs ist ein rund 20‑seitiger Bericht, der Torbens Flächen aus Biodiversitäts-Perspektive betrachtet und drei priorisierte Maßnahmen empfiehlt, die sich schnell und wirkungsvoll umsetzen lassen. Ein Berater des Innovationszentrums für Ökologischen Landbau kombinierte dafür Kartenanalysen mit einem Rundgang über die Felder.
Schon heute zeigt der Betrieb viele wertvolle Strukturen: Knicks, Waldflächen und artenreiche Wiesen bieten Lebensraum für Pflanzen, Insekten und Kleintiere.
„Die Analyse hat mir bestätigt, dass einige Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte richtig waren – zum Beispiel die Anlage von Knicks und die Aufforstung“, sagt Torben Pedersen.
Wertvolle Naturflächen gezielt stärken
Besonders die Wiesenflächen und der kleine Bachlauf weckten das Interesse der Fachleute. Große Grasbüschel bieten ideale Rückzugsorte für Insekten und Kleintiere – Potenziale, die Friland gemeinsam mit Torben weiter fördern möchte.
Empfohlen wird unter anderem:
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Ausweisung feuchter Wiesenbereiche als Kleinbiotope, um empfindliche Arten besser zu schützen – ohne zusätzlichen Aufwand für den Betrieb.
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Schaffung kleiner Lichtungen im Wald, indem gezielt Kiefern entnommen werden. Mehr Licht bedeutet mehr Raum für verschiedenste Pflanzen und damit mehr Vielfalt.
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Frühe Eindämmung invasiver Arten bevor sie die natürliche Vegetation verdrängen können.
„Viele Hinweise waren für mich echte Augenöffner“, sagt Torben. „Besonders im Wald kann ich mit einfachen Schritten viel erreichen.“
Gemeinsame Verantwortung für mehr Artenvielfalt
Für Friland ist das Biodiversitätsprojekt ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu ganzheitlicher Nachhaltigkeit.
„Die Biodiversität in Dänemark ist unter Druck. Als Unternehmen der Landwirtschaft haben wir sowohl die Möglichkeit als auch die Verantwortung, aktiv zu handeln“, erklärt Svend Schou Borch, Geschäftsführer von Friland. „Mit diesem Projekt unterstützen wir unsere Lieferanten dabei, Maßnahmen umzusetzen, die einen echten Unterschied in der Landschaft machen.“
Er betont auch, dass Biodiversität eng mit den Kernwerten von Friland verbunden ist:
„Unser Bestreben für mehr Tierwohl, Ökologie und nachhaltige Landwirtschaft erhält damit eine wertvolle Ergänzung. Wir freuen uns, dass unsere Landwirte so viel für die Natur bewegen – und sind sicher, dass auch Kunden und Verbraucher diese Arbeit wertschätzen wie wir.“
