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Dänische Schweine werden mit Futtermischungen gefüttert, die sich zu etwa 80 Prozent aus regional angebautem Korn, 2 Prozent aus Mineralien und 18 Prozent aus Proteinen zusammensetzen, die aus Raps-, Sonnenblumen- oder Sojaschrot gewonnen werden. Danish Crown verlangt, dass die dänischen Landwirte bereits heute beginnen, Soja an ihre Schweine zu verfüttern, das von Produzenten stammt, die nachweisen können, dass das Soja nachhaltig, ohne Abholzung von Regenwäldern und in Übereinstimmung mit den vom Europäischen Verband für Mischfutterhersteller, FEFAC, vorgegebenen Leitlinien für nachhaltiges Soja produziert wurde.

Darüber hinaus wird verlangt, dass die Landwirte den Anteil an FEFAC-zertifiziertem Soja bis 2025 auf 100 Prozent steigern.

So lautet die Zielvorgabe des im April 2020 lancierten Handlungsplans für Soja, der nicht nur auf Schweine beschränkt ist, sondern für sämtliche unserer dänischen Schlachttierlieferanten gilt.

Aktuell ist es leider nicht möglich, aus allen Gebieten den sicheren Nachweis einzuholen, dass das Soja nachhaltig und ohne Waldrodung angebaut wurde.

Der Einsatz von Soja als Futtermittel ist auch Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsprogramms Klimavejen. Im Rahmen dieses Programms setzen sich die Landwirte gezielt dafür ein, die negativen Klimaauswirkungen ihrer Betriebe zu verringern, und die Entwicklung wird von unabhängiger Stelle überprüft. Bereits heute fallen 90 Prozent der Schweine unserer Landwirte in den Geltungsbereich des Klimavejen; die restlichen 10 Prozent werden noch vor Jahresende ins Programm aufgenommen. Verbraucher, die sich für Schweinefleisch der Marke Klimakontrolleret Gris von Danish Crown entscheiden, können darauf vertrauen, dass wir den Einsatz von nachhaltig angebautem Soja in der Produktion bestmöglich unterstützt haben.

Bis eine langfristige Lösung geschaffen ist, erwerben wir RTRS-Zertifikate, die sogenannten Credits

Dänemark führt jährlich rund 1,7 Mio. Tonnen Sojaschrot ein. Das entspricht etwa 0,5 Prozent der weltweiten Sojaproduktion. Die Hälfte des importieren Sojas wird als Schweinefutter, der Rest anderweitig in der Lebensmittelproduktion eingesetzt. Das bedeutet, dass in Dänemark etwa 0,9 Mio. Tonnen Soja an Schweine verfüttert werden; dieser Verbrauch macht nur etwa 0,25 Prozent der weltweiten Sojaproduktion aus.

Der Löwenanteil des in Dänemark verwendeten Sojas stammt aus Südamerika. Zwei Drittel des Sojas werden auf Flächen angebaut, die bereits seit langem landwirtschaftlich genutzt werden. Somit stammt nur ein geringerer Teil des Sojas von gerodeten Flächen bzw. sensiblen Naturgebieten, weshalb nachhaltig angebautes Soja in reichlichen Mengen vorhanden ist. Leider ist es aktuell nicht möglich, von sämtlichen Gebieten den sicheren Nachweis einzuholen, dass das Soja nachhaltig und ohne Waldrodung angebaut wurde.

Bis die Lieferketten für FEFAC-zertifiziertes Soja vollständig etabliert sind, kauft Danish Crown Zertifikate, um den Sojaverbrauch seiner Veredelungsunternehmen und Schlachttierlieferanten zu kompensieren. Die Zertifikate werden im Rahmen des Zertifizierungsprogramms Roundtable on Responsible Soy (RTRS) ausgestellt, das eine nachhaltige Sojaproduktion unterstützt und dafür einsteht, dass das Soja nicht auf illegal gerodeten Flächen bzw. legal auf sensiblen Waldflächen angebaut wurde. RTRS-Zertifikate werden von der unabhängigen Naturschutzorganisation WWF empfohlen, die an der Ausarbeitung der RTRS-Norm für nachhaltig produziertes Soja mitgewirkt hat.

Wir setzen uns für strengere Anforderungen an FEFAC-zertifiziertes Soja ein

Danish Crown kooperiert mit dem Verband der europäischen Mischfutterhersteller, FEFAC, bei der Verbesserung der Anforderungen an nachhaltig produziertes Soja. Wir drängen darauf, dass FEFAC noch vor 2025 unmissverständliche und breit anerkannte Grundsätze gegen die Abholzung von Wäldern einführt, mit klaren Leitlinien zum Schutz vor sowohl legaler als auch illegaler Rodung. Zudem müssen diese Grundsätze eine Zertifizierung durch Dritte und vollständige Rückverfolgbarkeit der Lieferkette vorsehen. Die Produktion von Soja darf schlichtweg nicht mit dem Abholzen von Wäldern oder der Umwandlung von Naturgebieten mit hohem Schutzstatus einhergehen.

Wir sind Mitbegründer von Dansk Alliance for Ansvarlig Soja

Wir sind Mitbegründer von Dansk Alliance for Ansvarlig Soja, des dänischen Zusammenschlusses für nachhaltige Sojaproduktion, der im September 2019 ins Leben gerufen wurde und von Danske Initiativ for Etisk Handel (DIEH) geführt wird. Hier sitzen Vertreter der Agrarwirtschaft, des Einzelhandels, der Nahrungsmittelindustrie, NGOs und der Behörden an einem Tisch, um sicherzustellen, dass nach Dänemark importiertes Soja nachhaltig produziert wurde, und um Lösungen für die nachhaltige Lebensmittelerzeugung der Zukunft auszuarbeiten.

- Die Sicherstellung einer nachhaltigen Sojaproduktion ist eine komplexe und herausfordernde Aufgabe und setzt eine Zusammenarbeit quer durch die Wertschöpfungskette voraus. Umso erfreulicher ist es, dass sich visionäre dänische Unternehmen und Organisationen nunmehr zusammengetan haben und Handlungskraft zeigen. Als einer der führenden Nahrungsmittelhersteller nimmt Danish Crown eine zentrale Rolle ein in dem Bestreben, die Vision des Zusammenschlusses zu realisieren, dass sämtliche Sojaimporte nach Dänemark aus nachhaltigem Anbau ohne Waldrodung herrühren. Mit seinem Aktionsplan für Soja unternimmt Danish Crown einen wichtigen Schritt zur Umsetzung dieser Vision, so Mikkel Stenbæk Hansen, Geschäftsführer von DIEH.

Als einer der führenden Nahrungsmittelhersteller nimmt Danish Crown eine zentrale Rolle ein bei der Umsetzung der Vision, dass die gesamte Menge des nach Dänemark importierten Sojas nachhaltig angebaut wurde und nicht zu Abholzungen beigetragen hat.