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Landwirte gehen den Klimaweg

Das Danish-Crown-Programm „Klimavejen“ (der Klimaweg) dient den Landwirten als Wegweiser auf dem Weg zu nachhaltigem Fleisch. Der erste Schritt auf diesem Weg besteht in einer Nachhaltigkeitszertifizierung, bei der sich der Landwirt verpflichtet, seinen ökologischen Fußabdruck bis 2030 um 50 % zu reduzieren. Unsere Vision besteht in einer komplett klimaneutralen Fleischproduktion im Jahre 2050.

Obwohl wir bei der Zertifizierung vom Klimaweg sprechen, geht es hierbei nicht nur um eine Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks. Die Zertifizierung beinhaltet vielmehr auch, dass der Landwirt Dreijahresziele für die Verbesserung der Nachhaltigkeit seines Betriebs in unterschiedlichen Bereichen festlegt. Darüber können Sie nachstehend mehr erfahren.

Klima und Umwelt

  • CO₂-Reduktion
  • Futtereffizienz
  • Ammoniakverdunstung und Geruch
  • Ressourcenoptimierung
  • Futterinhaltsstoffe: Rohprotein, Phosphor und Zink
  • Lokale Proteinquellen
  • Bodenbearbeitung
  • Düngemittelmanagement
  • Biogas

Energie

  • Energietechnologien, erneuerbare Energien und Wärmeversorgung

Tierwohl und Antibiotika

  • Krankheiten und Sterblichkeit
  • Einsatz von Medikamenten, einschließlich Antibiotika

Soziale Verantwortung

  • Arbeitsplatzanalysen
  • Diversität und Inklusion
  • Anstellungsvertrag
  • Mehrwertsteuer und Steuern
Unsere Fähigkeit, jedes Schlachttier optimal zu verwerten, ist für die Umwelt- und Klimaauswirkungen unserer Schlachtbetriebe von großer Bedeutung. Gleichzeitig ist dies der Schlüssel zu einem gesunden Unternehmen.

Darüber hinaus muss der Landwirt den Fortschritt seiner Bemühungen durch vierteljährliche Ergebnisdarstellungen laufend überwachen und gegenüber Danish Crown Bericht erstatten. Die Zertifizierung wird von Baltic Control durchgeführt, einer unabhängigen Stelle, die zudem die zertifizierten Landwirte mindestens alle drei Jahre überprüft und den Fortschritt ihrer Bemühungen zur Erfüllung des Ziels für 2030 beurteilt.

Danish Crown arbeitet dabei eng mit den Landwirten zusammen, bietet ihnen Inspiration für nachhaltige Lösungen und sorgt dafür, dass die Landwirte Knowhow und positive Erfahrungen untereinander teilen. Auf diese Weise trägt Danish Crown dazu bei, den kontinuierlichen Fortschritt zu gewährleisten, und hilft den Landwirten, die Schwierigkeiten bei der Zielerreichung haben, wieder auf Kurs.

Das Zertifizierungsprogramm wurde zunächst für die Schweineproduktion entwickelt; Ende 2019 hatten die 950 dänischen Schweineproduzenten, von denen 90 % der an unsere dänischen Schlachtbetriebe angelieferten Schweine stammen, die Zertifizierung erlangt. Im Zuge einer Weiterentwicklung wurde das Zertifizierungsprogramm nun auch auf Kälber ausgedehnt. An diesem Programm nehmen 160 ausgewählte, nach unserem Qualitätskonzept „Dansk Kalv“ arbeitende Kälberproduzenten teil, und die erste unabhängige Überprüfung wird vor dem 1. August 2020 durchgeführt. Nach erfolgreicher Umsetzung der Dansk-Kalv-Zertifizierung ist eine Weiterentwicklung zur Ausdehnung des Programms auf Milchvieh und Mastvieh vorgesehen.

Nachhaltigkeit vom Schlachtbetrieb bis zum Verbraucher

Unsere Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetriebe setzen sich Tag für Tag dafür ein, die Klima- und Umweltauswirkungen der Lebensmittelproduktion möglichst gering zu halten. Wir sind bestrebt, die Verschwendung zu minimieren, unseren Energie- und Wasserverbrauch zu optimieren, unsere Transporte effizienter zu machen und neue klima- und umweltfreundliche Verpackungen zu entwickeln.

Nichts wird verschwendet

Unsere Fähigkeit, jedes Schlachttier optimal zu verwerten, ist für die Umwelt- und Klimaauswirkungen unserer Schlachtbetriebe von großer Bedeutung. Gleichzeitig ist dies der Schlüssel zu einem gesunden Unternehmen. Von den Schlachtbetrieben wird der Großteil des Tieres der Lebensmittelproduktion zugeführt, während die restlichen Teile des Tieres zu Tierfutter verarbeitet oder für andere Zwecke wie z. B. Biogasproduktion, Düngemittel oder Arzneimittelherstellung verwendet werden.

Optimierter Energie- und Wasserverbrauch

Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetriebe benötigen für die Produktion viel Energie und viel Wasser. Ein Großteil des Energieverbrauchs ergibt sich durch das Kühlen der geschlachteten Tiere, während der Wasserverbrauch größtenteils mit der Reinigung zusammenhängt. Seit Jahrzehnten haben unsere Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetriebe ein stetes Augenmerk auf die Optimierung des Energie- und Wasserverbrauchs; hierzu wurden Prozesse gestrafft und neue wasser- und energiesparende Produktionsanlagen angeschafft. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit kontinuierlich gestiegen, was einen höheren Warmwasserverbrauch für die Reinigung bzw. Stromverbrauch für die Kühlung zur Folge gehabt hat.

Heute erfolgt die Wärmeversorgung in den Schlachtbetrieben zu etwa 30 % durch Wärmerückgewinnung aus technischen Anlagen wie Kühlsystemen, Luftkompressoren und Lüftungssystemen. Die Wärme aus der Wärmerückgewinnung wird u. a. für das Aufheizen von Reinigungswasser und das Beheizen der Räume verwendet.

Um unser ehrgeiziges Ziel einer Halbierung unseres ökologischen Fußabdrucks bis 2030 zu erreichen, haben wir eine Reihe von Projekten zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz initiiert. Diese Projekte betreffen u. a. die Umstellung auf erneuerbare Energien sowie Investitionen in neue energiesparende Technologien.

Durch die laufenden Optimierungen haben wir den Wasserverbrauch in unseren dänischen Schweineschlachtbetrieben von 600 Litern pro Schwein in den 1980er Jahren auf heute nur noch 200 Liter reduzieren können; eine weitere Reduzierung lässt sich nur durch Rückführung und Wiederverwendung von Prozesswasser erreichen. Zu diesem Zweck arbeiten wir mit anderen Lebensmittelunternehmen, Wissenschaftlern und Technologieanbietern zusammen, um neue Technologien zu entwickeln, die dazu beitragen können, den Grundwasserverbrauch zu senken und den Einsatz von aufbereitetem Prozesswasser zu erhöhen.

Energieeffiziente Transporte

Wir arbeiten laufend daran, den ökologischen Fußabdruck der Transporte innerhalb unserer gesamten Lieferkette zu reduzieren. Gegenüber unseren Transportanbietern stellen wir strenge Anforderungen an eine möglichst effiziente Logistik. Was unseren eigenen Fuhrpark betrifft, nehmen unsere Fahrer laufend an Schulungen für umweltfreundliches Fahren teil. Darüber hinaus erfassen wir Daten über Fahrverhalten und Kraftstoffverbrauch, um die Transporteffizienz kontinuierlich zu verbessern.

Klima- und umweltfreundliche Verpackungen

Da für unsere Produkte große Mengen an Verpackungsmaterial verwendet werden, haben wir im Hinblick auf die Entwicklung neuer, klima- und umweltfreundlicher Verpackungslösungen eine Reihe von Projekten initiiert.

Seit 2018 fordern wir von unseren Pappen- und Wellpappenlieferanten, dass alle Produkte aus Materialien aus nachhaltiger, FSC- oder PEFC-zertifizierter Forstwirtschaft hergestellt werden. Ferner haben wir in Zusammenarbeit mit einem Zulieferer eine neue Art von Wellpappe für die Deckel, die für einen Großteil unserer Verpackungen verwendet werden, entwickelt. Die neue Wellpappe ist 27 % dünner und trägt somit zu einer erheblichen Reduzierung des CO 2-Fußabdrucks bei, während die Festigkeit und Haltbarkeit nach wie vor unseren eigenen wie auch den kundenseitigen Ansprüchen genügt.

Darüber hinaus arbeiten wir gemeinsam mit Kunden und Verbrauchern an neuen Verpackungslösungen. In Dänemark konnten wir bereits 55 Millionen Fleischschalen durch neue, umweltfreundliche Schalen ersetzen, die zu mindestens 80 % aus recyceltem Kunststoff bestehen. Dadurch werden zugunsten der Umwelt jedes Jahr fast 1.000 Tonnen an neuem Kunststoff eingespart, und wenn die Fleischschalen zu neuen Schalen recycelt werden, lassen sich die CO₂-Emissionen pro Fleischschale halbieren.

Außerdem fallen bei uns große Mengen an Mehrwegverpackungen in Form von Boxen und Wannen aus Kunststoff oder Stahl an. Diese fließen in große Kreislaufsysteme ein, die wir ebenfalls laufend effizienter machen.  Sämtliche Kunststoffabfälle von unseren Verpackungsmaschinen werden zum Recycling verkauft.